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Vitamine für Kinder: wie bekommt man sie aus der Natur?

Vitamine für Kinder: welches Vitamin hilft wobei?
Vitamine für Kinder: welches Vitamin hilft wobei?
Suren Bahidszky Suren Bahidszky
Journalistin und Gesundheitsberaterin

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Thema: Kinder

Man kann sagen, Vitamine sind für Kinder noch viel wichtiger, als für Erwachsene, sie benötigen es für die geistige und körperliche Entwicklung. Die Vitaminzufuhr sollte sogar schon vor der Geburt gesichert sein. Wir haben zusammengefasst, welches Vitamin wofür benötigt wird, und wie man sie am einfachsten erhalten kann.

Der Organismus von Kindern entwickelt sich ständig, ohne ausreichende Vitaminzufuhr können sie nicht gesund erwachsen werden, Kinder, die an Vitaminmangel leiden, sind auch für Krankheiten anfälliger. Das ist auch schon vor der Geburt so, deshalb ist ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft von Bedeutung.

Rote Früchte im Vorteil

Frisches, rohes Gemüse und Obst sind die besten Vitaminquellen, wenn aber das Kind wählerisch ist, kann das zu Problemen führen, man kann es nicht davon überzeugen, etwas zu essen, weil es gesund ist.

Forschungen haben ergeben, dass Kleinkinder Essen mit greller roter oder gelber Farbe bevorzugen, wie zum Beispiel ErdbeerenBanane, Aprikose oder Apfel. Dafür haben sie eine starke Abneigung gegen dunkelgrünes Gemüse, obwohl das besonders reich an Vitaminen ist. Um diesen Gegensatz zu überbrücken, sollte man, wenn möglich, andere Lebensmittel einsetzen, oder grünes Gemüse entsprechend zubereiten.

Die wichtigsten Vitamine für Kinder

Vitamin A (Retinol): dieses Vitamin trägt zur Gesundheit und Entwicklung der Haut und der Augen bei. Es ist vor Allem in Lebensmitteln tierischer Herkunft, sowie in Pflanzen, die auch Karotinoide enthalten, zu finden. Es ist ein fettlösliches Vitamin, die Verwertung hangt davon ab, wie viel Fettsäuren, Vitamin D, PP und B9 (Folsäure) die Nahrung enthält. Es stärkt auch die Zähne, die Knochen, das Immunsystem, und trägt

zur Produktion von Hormonen bei. Bei einem langfristigen Mangel an Vitamin A kann sich Nebenniereninsuffizienz entwickeln. Vitamin A ist in Spinat, Brokkoli, Kürbis, Aprikose, sowie in der Süßkartoffel, in Fisch, Butter, in einigen Käsesorten und im Eigelb enthalten.

Vitamin D: Es fördert die Aufnahme von Kalzium und Phosphaten, ist deshalb für die ideale Entwicklung der Knochen unentbehrlich, und unterstützt auch die Nierenfunktion. Eigentlich gibt es mehrere Arten von Vitamin D, ihre Wirkungen sind aber sehr ähnlich. Vitamin D3 ist in kleineren Mengen in Lebensmitteln vorhanden, für die Produktion von Vitamin D2 ist Sonnenschein nötig.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Kinder jeden Tag einige Stunden an der Sonne verbringen, man sollte darauf achten, dass sie nicht zwischen 11-15 Uhr draußen sind, weil zu dieser Zeit die schädliche UV-Strahlung am stärksten ist. Bei Vitamin D- Mangel werden die Knochen und Knorpel geschwächt, Verdauungsstörungen, Hautprobleme können entstehen, die physische und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab.

Vitamin E: Ein ausgezeichneter Antioxidans, für Kinder eben deshalb besonders wichtig, es unterstützt die Funktion des Immunsystems. Zusammen mit Vitamin C ist es noch wirksamer, sie fördern gegenseitig ihre wohltuenden Wirkungen und bekämpfen krankheitserregende freie Radikale. Pflanzliche Öle sind die Hauptquellen von Vitamin E, Olivenöl, Nussöl und Sonnenblumenkernöl sind reich an Vitamin E, aber auch Weizengras enthält es in bedeutenden Mengen. Vitamin E ist wärmeempfindlich, bei Einfrieren, Braten oder Kochen verliert es an Wirkung. Der Mangel kann Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Knochen-, Muskel- und Zahnbeschwerden, sowie Unruhe und Aggressivität auslösen. Bei Säuglingen können Ödeme und Anämie auftreten.

Vitamin K: es fördert das Wachstum und die Gesundheit der Knochen, unterstützt die Blutgerinnung, trägt zur Gesundheit der Darmflora, somit auch zur richtigen Funktion des Immunsystems und er Verdauung bei.

Bei Vitamin K- Mangel nimmt die Menge der Gallenflüssigkeit ab, das führt zu schlechter, eventuell auch schmerzhafter Verdauung. Bei Säuglingen erhöht der Mangel das Risiko von Hämophilie.

Spinat, Brokkoli, Kopfsalat und Rosenkohl enthalten Vitamin K in größeren Mengen, kleinere Mengen sind in Getreide, Milchprodukten, Fleisch und Obst zu finden.

Vitamin C (Ascorbinsäure):  Vitamin C gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Vitaminen, es kann vom menschlichen Organismus nicht produziert werden. Es ist wasserlöslich und muss täglich ergänzt werden, weil es durch den Urin entleert wird. Von allen Vitaminen ist es der wirksamste Antioxidans, es stärkt das Immunsystem, und hilft, saisonale Infektionen zu vermeiden. Für Kinder ist es schon allein deshalb unentbehrlich, weil die Kleinen nicht besonders auf Hygiene achten, und sich deshalb leichter anstecken können. Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen, so trägt es zur Vorsorge von Anämie bei, und kann bei der Behandlung von Appetitlosigkeit, die bei Kinder oft vorkommt, helfen. Es ist ausgezeichnet zur Entgiftung, verbessert die Nierenfunktion und bewahrt den Kreislauf. Acerola und Hagebutte enthalten Vitamin C in großen Mengen, wenn das Kind diese Isst, wird ganz bestimmt kein Vitamin C-Mangel auftreten, die ersten Anzeichen dafür sind Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, darauf folgen Beschwerden wegen geschwächtem Immunsystem.

Orangen, Zitrone, Erdbeeren, Himbeeren, Honigmelone (aus diesen Früchten kann man auch Saft herstellen, eventuell mit Honig gesüßt), sowie Petersilie, Pfefferminze, Rosmarin, Paprika und Tomate sind ebenfalls ausgezeichnete Vitamin C-Quellen.

Vitamin B: Bei diesem Vitamin ist die Lage etwas komplizierter, weil es nicht nur eine Art von Vitamin B gibt. Studien zufolge ist der Mangel an Vitamin B1, B6 und B12 am schädlichsten. Vitamin B-Arten spielen bei der Entwicklung und Gesundheit des Nervensystems und des Gehirns eine bedeutende Rolle. Sie schützen und stärken die Schleimhäute, fördern die Leberfunktion, die Verdauung, die Energieproduktion und die Vermehrung der roten Blutkörperchen. Mangel an Vitamin B12 erschwert die Aufnahme von Eisen, das steht im Zusammenhang mit Anämie und Schweregefühl in den Gliedmaßen. Bei zu wenig Vitamin B wird im Allgemeinen das Immunsystem geschwächt, der Stoffwechsel verlangsamt sich und man hat weniger Energie.

Vitamin B ist in grünem Blattgemüse, in Hefe, Fisch, in Hülsenfrüchten – am meisten in Erbsen – und in Milchprodukten zu finden, die Liste ist nicht vollständig.

Können Nahrungsergänzungsmittel helfen?

Die Antwort darauf lautet: das können sie eindeutig, aber nur, wenn es sich dabei um ein Qualitätsprodukt handelt. Um sicherzugehen, sollte man Fachportale, und Internetseiten mit zertifizierten Kundenmeinungen lesen. Diese bieten Informationen aus erster Hand, wenn man nach dem besten Vitaminpräparat für Kinder sucht.

Nicht vergessen!

Die hier erwähnten Vitamine sind für den Organismus im Entwicklungsstadium unentbehrlich, aber auch weitere, die hier nicht aufgeführt sind, sind nötig für Kinder. Die Hauptsache ist die regelmäßige Dosierung in der entsprechenden Menge. Gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, die Gesundheit der Darmflora bieten die beste Grundlage, das kann man durch die Einnahme von Probiotika und Präbiotika gewährleisten.

Quelle:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2083301/

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