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Pollenallergie: natürliche Methoden zum Vorbeugen und Behandeln

Pollenallergie: natürlich vorbeugen und behandeln
Suren Bahidszky Suren Bahidszky
Journalistin und Gesundheitsberaterin
Thema: Gesundheit

Endlich ist der Sommer da, aber leider bedeutet das für viele nicht nur Sonne, Ferien und Entspannung, sondern auch das Auftreten der unangenehmen Pollenallergie. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, als still auszuhalten oder sich mit Medikamenten vollzustopfen: gegen Pollenallergie gibt es auch natürliche Methoden, man kann mit deren Hilfe sogar den Symptomen vorbeugen.

Pollenallergie macht den Betroffenen von Frühling bis Herbst das Leben schwer, der Höhepunkt ist Mai und Juli, den die Grasgewächse, die Hauptverantwortlichen für Allergien blühen in diesen Monaten.

Unkraut am Straßenrand, im Park oder sogar das in den Ritzen des Asphalts wächst kann allergische Reaktionen auslösen. Eine Vielzahl an Pflanzen kann Heuschnupfen verursachen, etwa 3500 Arten sind für die Entstehung von Pollenallergie verantwortlich, das betrifft etwa 15% der Menschen weltweit.

Pollenallergie: was ist der Auslöser?

Man muss wissen, dass nicht nur Blütenstaub der Auslöser von Pollenallergie sein kann: auch lang andauernder Stress, zu viel Alkohol oder Koffein, sowie Tierhaare und Staubmilben können Allergien verursachen. 

Wenn tatsächlich Pollen die Auslöser sind, sind es eigentlich die darin enthaltenen Proteine, die die unerwünschten Reaktionen hervorrufen. Es ist unmöglich, ihnen aus dem Weg zu gehen, denn Pollen haften sich an die mikroskopischen Staubpartikeln, und können so durch Wind und Regen überall hinkommen, also sind auch die Großstadtbewohner im „Asphaltdschungel” nicht vor ihnen sicher. Macht man eine Ausflug, also kommt man der Natur ein bisschen näher, verstärken sich die Symptome von Pollenallergie.

Die häufigsten Symptome

Die Symptome der Pollenallergie können, vor allem wenn sie zum ersten mal auftreten, leicht mit anderen Saisonerkrankungen, wie Erkältung oder Schnupfen verwechselt werden.

Typische Anzeichen sind:

  • wässrig laufende, juckende (oder verstopfte)  Nase,
  • brennende, tränende, gerötete Augen,
  • ständiges tränen.

Häufig bildet sich im Auge bei Pollenallergie  ein Sekret, das man beim Aufstehen bemerkt. Da die allergisierenden Pollen durch Einatmen über die Gesichtsöffnungen in den Organismus gelangen, tritt oft eine Atemwegsentzündung auf – Rhinitis -, auch Husten und trockener Mund können die Symptome sein. Im schlimmsten Fall kann es auch zu Asthmaanfällen kommen. Selten geht Pollenallergie auf die Ohren, die Symptome sind ähnlich: starker Juckreiz, Sekretbildung. 

Was kann man gegen Pollenallergie tun?

 Wie schon erwähnt, können die Pollen überall hinkommen, man kann sich nicht bis Herbst völlig von der Welt isolieren. Man sollte verstärkt auf die Hygiene achten: wenn man von der Arbeit, von der Straße nach Hause kommt, sollte man gründlich duschen, auch Haare waschen und sich umziehen, da die Pollen überall haften können, sollte man die Kleidung sofort waschen. In den gefährlichen Monaten sollte man nicht lüften, sondern lieber eine Klimaanlage benutzen, deren Filter man regelmäßig reinigen lässt. Auf der Straße kann man in jeder Apotheke erhältliche Mundschutzmasken benutzen, und direkten Kontakt mit der Natur vermeiden. Auch ein Experte kann helfen, so kann man durch Allergietest rausfinden, welche Pollen genau für die Allergie verantwortlich sind.  Ein Pollenallergie Kalender kann auch nützlich sein, so kann man sich auf die Zeit, in der sich die Beschwerden melden, gut vorbereiten.

Kann man auch vorbeugen?

 Pollenallergie gehört, wie alle Allergien, zu den Autoimmunerkrankungen. Kurz gefasst bedeutet das, dass der Organismus als Reaktion auf fremde Stoffe (in dem Fall die Proteine der Pollen) verstärkt Antikörper produziert. Wenn diese eine größere Menge erreichen, entstehen die allergischen Symptome, die eine Gefahr für den ganzen Körper bedeuten können.

Wie kann man das vermeiden? Am wichtigsten ist die richtige Funktion des Immunsystems, dazu ist das Gleichgewicht der Darmflora unentbehrlich, etwa 80% aller Immunzellen befindet sich nämlich im Dickdarm.

Wenn man mehr Probiotika in den Speiseplan aufnimmt, also zum Beispiel regelmäßig eingelegte Gurken, Sauerkraut, fermentierte Milchprodukte isst, und diese mit qualitativ hochwertigen probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln ergänzt (sie sollten mindestens 10 lebende, probiotische Bakterienstämme enthalten), hat man schon sehr viel für ein starkes Immunsystem und zur Vorbeugung der allergischen Beschwerden getan.

Man sollte vorsorgen, und schon einige Monate vor der Pollensaison den Organismus auf Hochtouren bringen. Wenn man das aber verpasst hat, kann die Durchführung einer Entgiftungs- und Darmreinigungskur helfen, so können die eingesetzten immunstärkenden Mittel schneller und effektiver verwertet werden.

Kann die Natur helfen?

Heutzutage sind in der Apotheke viele Chemikalien zur Behandlung von Pollenallergie erhältlich, aber die sind nur zur kurzfristigen Anwendung empfohlen. Es lohnt sich also, nach Absprache mit dem Arzt natürliche Methoden zu probieren

Hier haben wir einige Schätze aus der Natur zusammengefasst, die sich auch als Hausmittel gegen Pollenallergie bewähren können.

-       Viele mögen die Süßwurzel nicht, weil sie einen starken Geschmack hat und die Zähne verfärbt, aber diese Wurzel senkt den Histaminspiegel erheblich, wirkt also auch gegen die Symptome der Pollenallergie. 

-        Man sollte mehr Lebensmittel essen, die reich an Polyphenolen sind – zum Beispiel Apfel, Traubenkern, Tannenknospen Konzentrat – sie wirken gegen die Sekretbildung bei einer Pollenallergie.

-       Auch Antioxidantien und Vitamin C gehören zur Ernährung, man sollte Kiwi, Hagebutte, Zitrusfrüchte, Beeren essen (aber Vorsicht mit Erdbeeren, die können auch allergisieren!). Mehrmals am Tag schwarze Johannisbeere naschen kann Wunder wirken.  

-        Perilla kann auch eine gute Lösung sein: sie reduziert Atemwegsirritationen und Asthma.

-        Noni ist auch immer bekannter und beliebter (sie entgiftet und verbessert die Leberfunktion), aber nicht nur als Saft ist sie wirksam. Der Aufguss der Blätter lindert Atemwegsbeschwerden und beschleunigt die Heilung von Rhinitis.

-        Die Pflanze mit dem merkwürdigen Namen Boswellia (Weihrauch) beinhaltet den Wirkstoff Boswelliasäure. Diese Säure verhindert chemische Reaktionen, die zu Entzündungen führen können (zB. Bindehautentzündung).

 

Quelle:

https://www.healthline.com/health/allergies/pollen

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2643106/

https://acaai.org/allergies/types/pollen-allergy

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