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Chinesische Forscher behaupten, Grillen sei krebserregend. Stimmt das wirklich?

Ist Grillen wirklich krebserregend? Aber warum?
Ist Grillen wirklich krebserregend? Aber warum?
Suren Bahidszky Suren Bahidszky
Journalistin und Gesundheitsberaterin

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Thema: Interessantes

Chinesische Forscher sind der Meinung, dass der beim Grillen entstehende Rauch auch unter die Haut einzieht. Lao Csia-jung, Forscher der Universität Csinan veröffentlichte in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology der amerikanischen Gesellschaft für Chemische Forschungen seine Studie über die krebserregende Wirkung des Grillens.

Es ist schon seit langem bekannt, dass es krebserregende Kunststoffe und krebserregende Lebensmittel gibt, aber niemand wäre auf die Idee gekommen, Grillen könnte krebserregend sein.

Die Studie besagt, dass die krebserregenden Stoffe im Rauch über die Haut intensiver in den Organismus gelangen, als durch Einatmen. Nicht einmal die Kleidung schützt vor Aufnahme der sog. polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) durch die Haut. Diese Stoffe entstehen beim Verbrennen von Fett oder Öl auf der Glut. Mit dem Rauch gelangen sie in die Luft, und können sich auf den gegrillten Speisen wieder ablagern. Die Aufnahme dieser Kohlenwasserstoffe in größeren Mengen erhöht das Risiko der Entstehung von karzinogenen Veränderungen im Darm, und von Atemwegserkrankungen.

Nach dem Grillen Kleidung wechseln

Lao und seine Mitarbeiter führten bei zwanzig jungen Männern Urinuntersuchungen durch, die in der Stadt Kanton zweieinhalb Stunden lang gegrillt haben. Ein Drittel der Probanden aß gegrillte Speisen, stand nah am Grill und atmete den Rauch ein. Eine andere Gruppe stand ebenso am Grill und atmete Rauch ein, aß aber nicht von den Speisen. Die dritte Gruppe aß nichts und stand mit einer Schutzmaske in der Nähe.

 Analysen zufolge enthielt der Urin der Fleisch konsumierenden Probanden am meisten PAK und der Organismus der Männer nahm über die Haut mehr Schadstoffe auf, als durch Einatmen. Die Untersuchung konnte 16 verschiedene Arten von PAK an der Kleidung abgelagert nachweisen. Die Forscher empfehlen deshalb, sich nach dem Grillen umzuziehen, und die Kleidung zu waschen, da die verschmutzen Kleider bestehende Quellen der Verschmutzung sein können.

Angebranntes Fleisch kann Krebs verursachen

Wer Fleisch grillt, kann auch mit anderen Schadstoffen in Kontakt kommen, zum Beispiel mit den heterozyklischen aromatischen Aminen (HAA), die auch krebserregende Darmveränderungen verursachen können. Diese HAA-s entstehen bei zu lange oder zu heiß gebratenem Fleisch oder proteinhaltigen Lebensmitteln. Deshalb sollte man verkohlte Speisen auf keinem Fall essen, angebrannte Stücke müssen abgeschnitten werden. Aluminiumschüssel können zwar das Anbrennen der Speisen verhindern, aber durch Einwirken der Säuren und Salze kann Aluminium auf die Speisen gelangen.Deshalb sollte man vermeiden, dass säurehaltige, oder salzige Speisen, wie Tomaten, Käse in gesalzener Flüssigkeit, oder in Zitronensaft marinierter Fisch mit Aluminium in Kontakt kommen. Nach Meinung der Deutschen Krebsgesellschaft sollte man nichts grillen, was gebeizt wurde, durch Hitze entstehen nämlich im Schinken, Speck und Wiener Würstchen Nitrosamine, die Magen- oder Speiseröhrenkrebs verursachen können.

(Nachrichtenquelle: Ungarische Nachrichtenagentur MTI)

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