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Dünner Stuhl - Wieso verändert sich die Form des Stuhls?

Darmverschluss kann zu dünnem Stuhl führen
Darmverschluss kann zu dünnem Stuhl führen
Suren Bahidszky Suren Bahidszky
Journalistin und Gesundheitsberaterin

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Thema: Dickdarm

Fällt Ihnen der Stuhlgang oft schwer? Ist Ihr Stuhl häufig zu dünn? Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen, dünner Stuhl kann Hinweis auf Darmkrebs sein.

Wie die Konsistenz des Stuhl, so hängt auch die Form von verschiedenen Faktoren ab. Die Ernährung, sowie die Menge an Flüssigkeit, die man zu sich nimmt, haben einen großen Einfluss darauf.

Es kommt bei jedem ab und zu vor, dass der Stuhl vom normalen abweicht, aber worauf weist länger bestehender dünner Stuhl hin?

Ursachen von dünnem Stuhl

Wenn man bemerkt, dass man sich auf der Toilette lange und anstrengend abmühen muss, um etwas zu produzieren, und der Stuhl dünner ist, als normalerweise, dann sollte man daran denken, dass mit der Verdauung, oder im Verdauungstrakt etwas nicht in Ordnung ist.

Es kann sein, dass man zu wenig Faserstoffe zu sich nimmt, die den Stuhl auflockern und die Darmbewegungen fördern könnten. Das hat Verstopfung zur Folge, deshalb entsteht stückiger, oder zu dünner Stuhl.

Es gibt mehrere Erkrankungen, die das Fortbewegen des Darminhaltes im Darm verhindern, und den Abgang des normalen, dicken Stuhls unmöglich machen. Ein Verschluss im Dickdarm, oder eine Verengung an beliebiger Stelle des Enddarms führen zu dünnem Stuhl.

Innere Hämorrhoiden, vergrößerte Prostata, Darmpolypen, geschwächter Stuhlreflex können die normale Stuhlentleerung verhindern.

Eine unbehandelte Verengung im Darm führt ebenfalls zu Darmverschluss, der nur chirurgisch behoben werden kann.

Narbengewebe, das als Komplikation der Crohn-Krankheit entstanden ist, führt ebenfalls oft zu Darmverschluss, ebenso, wie wegen Entzündungen entstehender verwachsener, aneinander haftender Darm. Auch Dickdarm- oder Enddarmkrebs können mit einer Darmverengung einhergehen.

Wie kann man dünnen Stuhl vorbeugen?

Leidet man an Verstopfung, sollte man beachten, dass faserstoffarme, zucker- und fettreiche Ernährung den Verdauungsprozess verlangsamt. Demzufolge ändert sich die Konsistenz des Stuhls, mehr Wasser wir daraus entnommen, deshalb ist die Entleerung schwieriger.

Der reguläre Stuhlgang  kann zum Glück durch eine verdauungsfördernde, die Darmperistaltik anregende Diät wieder hergestellt werden.

Die erhöhte Aufnahme von Faserstoffen, vor allem von wasserlöslichen Fasern (zB Psyllium ) trägt zur Behandlung von Verstopfung und Regulierung des Stuhlgangs bei, auch Lebensmittel mit probiotischen Bakterien können helfen.

Um die Darmbewegung zu beschleunigen, müssen wir uns ausreichen bewegen, und  genügend Flüssigkeit zu uns nehmen. Darmkrebs bedroht vor allem Menschen mittleren Alters und die, in deren Familie bereits Darmkrebs  diagnostiziert wurde, für sie ist die Teilnahme an Untersuchungen zur Darmkrebsvorsorge zu empfehlen.

Wenn Verstopfung und dünner Stuhl längere Zeit bestehen, sollte man den Arzt aufsuchen, der durch verschiedene diagnostische Maßnahmen die Ursachen ermitteln kann.

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